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Marktentwicklungen und neue Bewerbungsrunde für dotBRANDs

Es ist schon wieder so weit: Das Jahresende steht vor der Tür. Diese Gelegenheit möchten wir zum Anlass nehmen, Sie über die ereignisreiche zweite (Domain-)Jahreshälfte zu informieren.

 

Im dritten und vierten Quartal des Jahres 2018 stand nicht nur die Beachtung und Umsetzung der Datenschutzgrundverordnung im Fokus von Domain- und Rechteinhabern – das Interesse galt auch den Entwicklungen rund um eine neue Bewerbungsphase für eine eigene Top-Level-Domain.

 

Positive Entwicklungen bei dotBRANDs

Seit der ersten Bewerbungsrunde um eine eigene TLD im Jahre 2012 gab es eine Menge offener Fragen, doch heute wissen wir: Eine eigene Domainendung eröffnet Ihnen als Markeninhaber eine neue Dimension in Ihrer Digitalstrategie. Sie erlaubt es Unternehmen, kurze und generische Begriffe in den URLs der eigenen Webseite zu verwenden und Produkte wie auch Dienstleistungen auf diese Weise gezielt zu vermarkten. Gleichzeitig schützen Sie sich als Rechteinhaber mit dem Besitz eines Teils der Internet-Infrastruktur vor einer Vielzahl von potenziellen Markenschädigungen und können Cyber-Attacken durch die vollumfängliche technische Kontrolle gezielter aus dem Weg gehen.

 

„Die digitale Welt hat sich in den letzten sieben Jahren rasant entwickelt. Um für die Zukunft optimal aufgestellt zu sein, sollten die Möglichkeiten einer dotBRAND daher unabhängig von der Unternehmensgröße betrachtet werden. Entscheidend sollte dabei einzig sein, wo Rechteinhaber ihre Marke in 5, 10 oder 20 Jahren sehen.“

 

Nicht ohne Grund sehen Branchenexperten und Inhaber bedeutender Marken daher dem mit Spannung erwarteten neuen Bewerbungsfenster entgegen. Die lange Übergangszeit zwischen den Bewerbungsphasen war zu Beginn nicht absehbar, doch der komplexe und langwierige Review-Prozess stellte die Internet-Verwaltungsorganisation ICANN vor Herausforderungen. Auch wenn inzwischen ein Großteil der Erfahrungen der ersten Runde ausgewertet worden ist und der Prozess langsam zum Abschluss kommt; mit einem neuen Bewerbungsfenster ist nicht vor Ende 2020 bzw. Anfang 2021 zu rechnen.

 

Die ersten Schritte auf dem Weg zu einer eigenen Top-Level-Domain warten dennoch bereits im kommenden Jahr auf Sie. Während der konkrete Zeitablauf noch erarbeitet wird, wird auch das optimierte Verfahren mit einer Reihe von Planungsschritten verbunden sein – darunter auch, welche Stakeholder in Ihrem Unternehmen in den Bewerbungsprozess involviert werden sollen. Zu Ihrem Vorteil profitieren Sie auch in finanzieller Hinsicht von den Erfahrungen der Vergangenheit, können die Kosten doch im Vergleich zum Jahre 2012 erheblich gesenkt werden. Fielen damals alleine 185.000 Dollar für das Bewerbungsverfahren an, rechnen wir für die kommende Runde mit einer hohen fünfstelligen oder niedrigen sechsstelligen Summe.

 

Als Teil der durch ICANN ins Leben gerufenen „PDP New gTLD Subsequent Procedures Working Group“ hat LEMARIT entscheidend Einfluss auf den zurückliegenden Prozess genommen und die optimierten Richtlinien für die neue Bewerbungsrunde zu Ihren Gunsten mitgestaltet – zuletzt auf dem 63. ICANN-Meeting im Herbst diesen Jahres. Im Rahmen eben dieser Regularien übernimmt LEMARIT für Sie alle Registryfunktionen und unterstützt Sie bei der Planung, Bewerbung, Ausführung und dem technischen Betrieb Ihrer eigenen Top-Level-Domain.

 

Debatte um Datenschutz fortgesetzt

Die Beachtung und Umsetzung der Datenschutzgrundverordnung ist bereits seit Mitte 2018 in aller Munde. Die DSGVO hat den Effekt, dass die öffentlichen WHOIS-Verzeichnisse vieler Domainendungen keine personenbezogenen Daten mehr anzeigen. Im September informierte der Aktionskreis gegen Produkt- und Markenpiraterie (APM) seine Mitglieder über die damit verbundenen Herausforderungen für Domain- und Rechteinhaber. Zu den Änderungen bei der WHOIS-Datenbank für .de-Domains trug LEMARIT Geschäftsführer und Vorstandsmitglied der DENIC eG, Martin Küchenthal, im Rahmen des APM Seminars zum gewerblichen Rechtsschutz vor. Vor den anwesenden Unternehmensvertretern und Fachanwälten machte er deutlich, dass es neuer Gewohnheiten und Strukturen beim Umgang mit WHOIS-Daten bedarf, um die Interessen von Markeninhabern zu wahren.

 

„Wir müssen uns von der einfach zugänglichen Form der WHOIS-Datenbanken verabschieden. Um die Marken unserer Kunden optimal zu schützen und die Gefahr von Missbrauch einzudämmen, nehmen wir den Mehraufwand aber selbstredend in Kauf.“

 

Durch die Nicht-Berücksichtigung der WHOIS-Einträge bei der Entwicklung und Planung der DSGVO ist ein Vakuum entstanden, das uns als Vertreter Ihrer Marken in die augenscheinlich nachteilige Situation versetzt, Markenrechtsverletzungen durch die fehlenden Auskünfte schwerer identifizieren zu können. Doch keine Sorge: Weil Ihr guter Name, Ihre Marke und alle damit im Zusammenhang stehenden Werte im Fokus unseres täglichen Schaffens liegen, gelingt es uns trotz der Umstellungen immer wieder aufs Neue, die optimalen Lösungen zum Schutz Ihrer Marke zu finden.

 

Monitoring als Schutzschild für Ihre Werte

Damit das Handeln von betrügerischen Trittbrettfahrern also auch in Zukunft nicht unbemerkt bleibt und um Umsatzeinbußen und Imageschäden vorzubeugen, sollten Sie als Rechteinhaber eine aktive Markenüberwachungs- und Markenschutzstrategie verfolgen.

 

Im Rahmen unseres maßgeschneiderten Monitorings überwachen wir alle Online-Aktivitäten rund um Ihre Marke, identifizieren Markenrechtsverletzungen und beraten zu möglichen Vorgehensweisen. Dazu zählen u. a. die Überwachung der Nutzung von Markenbegriffen im Internet, Domainregistrierungen, Online-Marktplätzen und Social Media-Plattformen. Doch damit nicht genug: LEMARIT steht Ihnen auch nach der Identifizierung einer missbräuchlichen Nutzung Ihrer Marke beratend zur Seite und leitet ggf. aktiv Maßnahmen ein, darunter Unterlassungsaufforderungen, Take-down Anweisungen und Disputeverfahren – entweder direkt oder in enger Zusammenarbeit mit spezialisierten, internationalen Anwälten.

 

Mit den leistungsstarken Monitoring und Enforcement Services von LEMARIT verteidigen Sie Ihre Reputation, spüren Markenrechtsverletzungen im Internet gezielt auf und können Ihre Identität und Werte nachhaltig erfolgreich schützen und stärken.

 

Gerne lassen wir Ihnen zu den genannten und allen weiteren Themen weiterführende Informationen zukommen. Auch bei Rückfragen stehen wir Ihnen selbstverständlich jederzeit gerne zur Verfügung. Wir freuen uns darauf, Sie auch im kommenden Jahr als verlässlicher Partner im Hintergrund zur Sicherung des Vertrauens Ihrer Kunden in Sie zu unterstützen.